Pro Kobernaußerwald

Autor 5. März 2010

Vorwort: Dieser Text gibt eine Meinung im Zuge der  Meinungsfreiheit wider. Diese im Gesetz verankerte Meinungsfreiheit wird durch Lobbyismus und Abhängigkeiten der Bürger immer mehr mit Füßen getreten. Wir sind auf dem besten Wege zu einer Feudalherrschaft der Leute, die Zugang zu den “unbeeinflussten” Medien haben und deshalb auch mit einer ganz anderen “Lautstärke” agieren können.

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Pro Kobernaußerwald: Dies ist eine Wahl der Vernunft. Es gibt einen Spruch “Bemühe dich in erster Linie zu verstehen und in zweiter, verstanden zu werden.” Ich verstehe, dass es Menschen gibt, die die Welt retten wollen. Wenn es dabei auch noch etwas zu verdienen gibt, dann verstehe ich das auch noch. Oder geht es eher darum, sich ein Feigenblatt für das schlechte Gewissen zu besorgen, weil wir unserer Mutter Erde zuviel zumuten? Auch das verstehe ich. Weiters weiß ich, dass mit Vehemenz “Windkraftgebiete” für den Masterplan unseres Umweltlandesrates gesucht werden. Sollte dieser kommen, so ist damit zu rechnen, dass im Laufe der nächsten Jahre das gesamte Kobernaußerwaldgebiet in diesen Masterplan einbezogen wird. Auch das verstehe ich. Dann werden höchstwahrscheinlich auch die im Landesgesetz festgeschreibenen 800 Meter Abstand zu bewohnten Objekten ausgereizt werden. Diese 800 Meter Abstand sind dem Umstand zu verdanken, dass es bei der Windkraftanlage ELIAS im Hausruckwald einen Widerstand von 7 Anrainerfamilien gegeben hat. Vorher waren es 500 Meter.

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Eine Weisheit, welche mir auch immer wieder zu denken gibt, ist folgende: “Wir wissen nicht, was wir besitzen, bis wir es verloren haben.
Und niemals dürfen wir von einem anderen verlangen, was wir selbst nicht zu geben bereit sind..” Wer sich einmal mit Anrainern von Windkraftanlagen oder gar Windparks unterhalten hat, nach dem sie/er Ihnen zu verstehen gegeben hat, dass er mit der örtlichen Lobby der “UmweltretterInnen” nicht zu tun hat, der kann sich ein Bild von den langfristigen Auswirkungen dieser in der Gegend verstreuten Ungetüme machen. Die Auswirkungen sind zur Genüge genannt worden und einige davon können Sie sich  im Video ein Stück weiter hinunter anhören.

kobernausserwald_mit_windkraftanlagen

Wir haben das Glück, in der Nähe einer großen, zumindest stark beruhigten Zone zu leben und diese für Erholung nutzen zu können. Ausserdem gibt es wenige Gegenden in unseren Breiten, wo sich Flora und Fauna noch so gut entfalten können. Es gibt seltene Pflanzen und sogar das scheue Birkhuhn wurde im diesem Wald gesichtet.  Dass sich Menschen, die sich dort erholen und die beruhigende und wohltuende Wirkung der entschleunigten Natur genießen gegen eine Industrialisierung (der Standort einer WKA ist ausgewiesenes Industrieareal) des Kobernaußerwaldes wehren - wer das nicht versteht, der versteht auch die Natur nicht mehr. Deshalb ist es auch so schwierig, eine Gesprächsbasis zu finden. Die 5000 Unterschriften hier sowie die insgesamt 9000 Unterschriften des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes zeigen sehr wohl, dass sich sich hier um keine Minderheit handelt. Unverständlich ist eigentlich, dass Angehörige einer Partei, welche sich so vehement für den Schutz von Minderheiten einsetzen und Anwalt der Natur sind gerade den Waldschützern gegenüber diesen Schutz nicht zu kommen lassen.

Die Frage lautet: wollen wir weiterhin die letzte große beruhigte Zone des Inn- und Hausruckviertels erhalten oder sollen wir den Startschuss zur Industrialisierung zulassen? Wie schon gesagt:  “Wir wissen nicht, was wir besitzen, bis wir es verloren haben.”

Die Fotos wurden von der Bild-Welt zur Verfügung gestellt.

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