Bei einer Volksbefragung in Ladendorf im Weinviertel haben sich 53,6 Prozent der Wähler für eine intakte Umwelt ausgesprochen. Mit Gegenwind hatte man seitens der “Initiative gegen den Windpark” ja gerechnet. Dass das Wahlergebnis die heiß umkämpften Pläne einen Windpark zu errichten doch scheitern ließ, ist dem Einsatz der Initiative zu verdanken. Der Sprecher der Inititive, Günter Winter, ist froh, etwas Gutes getan zu haben. Es wurde dabei laut Angabe im Kurier viel Porzellan zerbrochen. Ich komme selber aus einer Gemeinde (wohne jetzt nicht mehr dort) wo öffentlich und laut während der Vorstellung des dortigen Projektes unter Anderem behauptet wurde, dass jemand, der gegen “so etwas Gutes” sei, “keinen Funken Intelligenz besitze”. Aussagen dieser Qualität und Güte hat es damals zur Genüge gegeben.
Am Freitag, den 20. November 2009 haben die OÖ. Nachrichten einen Artikel gebracht, welcher die derzeitige Situation um die Windkraftwerke im Kobernaußerwald darstellt bzw. auch weiterhin darstellen wird.
Ursprünglich waren dreißig Großwindräder geplant. Dreizehn sollen es jetzt werden. Die Freunde des Kobernaußerwaldes verweisen auf 5000 Unterschriften gegen die Windkraftanlagen im Kobernaußerwald. Die Befürworter der Großwindanlagen verweisen darauf , dauerhaft (soweit man das bei Wind sagen kann) verfügbare Ressourcen nutzbar zu machen. Die Politik muss sich nun dieser Problematik annehmen - auch die Politiker der betroffenen Gemeinden, hier vor allem Lengau, Lohnsburg und St. Johann - da diese mit Ihrer Flächenwidmung die Kohlen für die Windkraftbetreiber aus dem Feuer holen sollen. Dass bei den Lokalpolitikern nach den Ergebnissen der letzten Gemeinderatswahlen, die gerade für diese Gemeinden nicht unbedingt nach dem Landestrand ausgefallen sind, keine grosse Freude über diesen Umstand herrscht, kann man sich vorstellen. Wir von “Rettet den Kobernaußerwald” sind jetzt gespannt, wer den ersten Schritt machen wird und konkret sagt, dass es bereits ein Gutachten des Landes OÖ. gibt, dass sich die Windkraftanlagen mit dem Natur- und Landschaftsschutz nicht vereinbaren lassen! (Es gibt auch ein Gutachten des Landes Salzburg zu diesem Thema, wo schützenswerte Vogelarten im Kobernaußerwald erwähnt werden - wir haben darüber berichtet!)
Große Mehrheit der Bevölkerung trauert dem Windpark Hafnerbach keine Träne nach (3. November 2009)
Eine aktuelle Umfrage in den Bezirksblättern aus der KW 44/2009 gibt an, dass 77% der Leser dem Windpark Hafnerbach nicht nachtrauern. Damit dürfte eindeutig feststehen, wie die unbeeinflusste Öffentlichkeit, nachdem sie das Thema “Wind im Wald” kennt, denkt.
Der Bundesverband zum Schutz des Waldes hat beim 9. österreichischen Windkraftsymposium am 20. und 21. Oktober 2009 ein Grundsatzreferat zum Thema „Windkraftnutzung in Waldgebieten“ gehalten und präsentierte im Anschluss daran seine Forderungen an die anwesende Windkraftindustrie und Politik. Am zweiten Tag war das Schwerpunktthema „Wind im Wald“.
Da Fridolin Knoblach aus gesundheitlichen Gründen verhindert war hat Mag. Johann Aschenberger dieses Referat gehalten. Mehr dazu in einem weiteren Artikel.
Obwohl es bereits 9.500 Unterschriften gegen Windkraftnutzung in Waldgebieten gibt, wird der Plan scheinbar nicht aufgegeben, im Kobernaußerwald Windkraftwerke zu erreichten. Trotzdem kann der Bundesverband zum Schutz des Waldes einen großen Erfolg verbuchen: Im Dunkelsteinerwald, ein großes geschlossenes Waldgebiet in Niederösterreich, wurde dieses Vorhaben aufgegeben.
Eine interessante Geschichte, die Sie hier nachlesen können: Gegen-Wind und Dunkelsteinerwald. Sogar ein Weitwanderweg wurde gesperrt.
Als offizieller Grund, keine Windkraftwerke aufzustellen, wurde, soweit wir informiert sind, mangelnde Wirtschaftlichkeit angegeben. Dies dürfte auch bei uns in Oberösterreich nicht anders sein.
Die Bürgerinitiative “Freunde des Dunkelsteinerwalds” lädt alle engagierten Bürger zur Protestwanderung gegen den geplanten Windpark Hafnerbach am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, ein. Wir unterstützen diese Einladung und wollen Sie ermuntern an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Natürlich werden wir selbst auch daran teilnehmen und unsererseits die Menschen ermutigen dabei mitzumachen.
Die Bedeutung des Windstromes für die Energieversorgung und den Kampf gegen den Klimawandel wird von der Windkraftlobby stets künstlich aufgeblasen. Man gibt eine Zahl von mit Windstrom versorgten Haushalten an.
So erfuhren wir kürzlich aus Munderfing, die Verbauung des Kobernaußerwaldes mit den beiden Windkraftprojekten „Silventus“ und „Munderfing“ würde die Versorgung von 84% der Haushalte des Bezirkes Braunau mit el. Energie ermöglichen. Klingt ja recht eindrucksvoll.
Nun sehen wir uns die energiewirtschaftliche Bedeutung dieser beiden Projekte einmal etwas genauer an: Wegen der stark schwankenden Windverhältnisse ist eine Versorgung mit Windstrom im engeren Sinn überhaupt nicht möglich, denn dies würde bedeuten, dass der Strom dann bereitgestellt wird, wenn er benötigt wird. Die angeblich versorgten Haushalte wären wegen fehlenden Windes rund 2/3 der Zeit ohne ausreichende Stromversorgung.
Der nächste Fehler liegt in der Annahme des Stromverbrauches je Haushalt. Da wird allgemein mit dem Wert 3500 KWH pro Jahr gerechnet.
Ganz im Stil großer Umweltschutz- organisationen konnten Mitglieder der zwei Vereine zum Schutz des Kobernaußerwaldes Braunau und Ried ihr zentrales Anliegen zur Geltung bringen, nämlich den Kobernaußerwald nicht mit weiteren Großwindanlagen zu ruinieren.
Interessant - Landschaftsschutz: Der Antrag von Salzachwind Erneuerbare Energie GmbH auf Erteilung der naturschutzrechtlichen Bewilligung für die Errichtung der Windkraftanlage auf dem Lehmberg wird abgewiesen. Dies teilte der Bezirkshauptmann der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung, Hofrat Mag. Reinhold Mayer, heute, Freitag, 8. Februar, mit. Das umfangreiche Ermittlungsverfahren bestehend aus der Einholung von Befund und Gutachten aus den Bereichen Naturschutz, Fauna und Flora sowie Umweltmedizin hat ergeben, dass durch die Errichtung der Windkraftanlage eine erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, des Charakters der Landschaft und des Naturhaushaltes eintreten würde.